Venezuela-Colombia migration Luis Acosta/Getty Images

Wie können die Ziele Nachhaltiger Entwicklung erreicht werden?

MEDELLÍN – Im September 2015 einigten sich die Staatschefs von 193 Ländern auf die Ziele Nachhaltiger Entwicklung (SDG, Sustainable Development Goals) bis 2030 – den ehrgeizigsten Plan zur Förderung der menschlichen Entwicklung aller Zeiten. Knapp zwei Jahre nach der Aufstellung dieser Ziele gibt es viele Gründe zur Sorge: Das bis jetzt bereitgestellte Geld wird wahrscheinlich nicht ausreichen, und nicht alle Länder verfügen über genügend Daten, um die Fortschritte vor Ort messen zu können. Dies könnte sogar die hartgesottensten Optimisten ins Wanken bringen.

Aber es gibt auch immer noch viele Gründe zur Hoffnung. Kürzlich war ich in Kolumbien, das endlich seinen jahrzehntelangen Bürgerkrieg gegen die Revolutionären Bewaffneten Kräfte Kolumbiens (FARC) beigelegt hat und nun erfolgreich versucht, die SDG umzusetzen.

In allen Ländern setzt die Erfüllung der SDG voraus, dass Regierungen, Unternehmen, Hilfsorganisationen, multilaterale Banken und die Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, flexible Ansätze entwickeln, Wissen miteinander teilen, effektiv ihre Fortschritte messen und erkennen, dass die unterschiedlichen Ziele miteinander verknüpft sind. Kolumbien scheint dies verstanden zu haben: Das Land verfolgt einen integrierten Ansatz, der die Stärken der unterschiedlichen Akteure auf bestmögliche Weise nutzt.

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