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Die Wissenschaft und Afrikas Rettung

Afrika ist ein reicher Kontinent - reich an Lebensformen, reich an Bodenschätzen und reich an Edelsteinen. Es verfügt auch über einen enormen Reichtum an althergebrachtem Wissen über einheimische Pflanzen und Heilkräuter.

Afrika ist aber auch ein armer Kontinent. Obwohl 13 % der Weltbevölkerung in Afrika leben, beträgt sein Anteil am Weltvermögen lediglich 1 %. Geschätzte 50 % der Bevölkerung Afrikas leben in Armut und 40 % leiden an Unterernährung und Hunger. Zwei Drittel des Bodens sind nicht zu bewirtschaften und mehr als die Hälfte der Menschen in Afrika müssen ohne sauberes Trinkwasser auskommen. Viele Regionen werden von Malaria heimgesucht. In zahlreichen afrikanischen Staaten, wie beispielsweise Botswana, Südafrika und Simbabwe hat HIV/AIDS verheerende Auswirkungen auf die jüngere Bevölkerung. In Simbabwe etwa sind 25 % aller Erwachsenen mit dem Virus infiziert.

Enorme Unterschiede gibt es allerdings nicht nur zwischen Afrika und dem Rest der Welt, sondern auch zwischen Afrika und anderen Entwicklungsländern . Warum? Hier sind politische, sozioökonomische und ökologische Faktoren anzuführen. Auf jahrhundertelange fremdbestimmte Kolonialherrschaft folgten nationale autoritäre Regime. Bei wirtschaftlichen Transaktionen herrscht ein chronischer Mangel an Transparenz, zu dem sich oftmals Korruption gesellt. Bodenschätze werden nicht nachhaltig genutzt und an der Weltwirtschaft nimmt Afrika nur am Rande teil.

Darüber hinaus ist noch ein zusätzlicher Faktor anzuführen, der weniger dramatisch ins Auge sticht: Afrikas trauriges Defizit in Wissenschaft und Technologie. Die Lage in diesen Bereichen ist in jeder Hinsicht trostlos: Die Personalressourcen sind spärlich und die Ausbildung mangelhaft. Die Infrastruktur ist kaum vorhanden und schlecht gewartet. Das Niveau an Grundschulen und höheren Schulen ist schlecht. Investitionen in Universitäten und Forschungszentren halten sich in engen Grenzen.