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Die Rettung der Fischbestände

Es fällt schwer, die Zukunft der Fischbestände optimistisch zu sehen. Der weltweite Hochseefischfang nahm nach dem Zweiten Weltkrieg rasch zu, stagnierte dann in den späten achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und ging seither weiter zurück. Dieser Rückgang wird nur schwer zu stoppen sein.

Die rasche Dezimierung der Fischbestände ist die unausbleibliche Folge einer immer ausgefeilteren Fischereitechnik, mit der man aufgrund wachsender Nachfrage durch Bevölkerungswachstum und höherer Einkommen der Menschen auf die schwindenden Fisch- und Meerestierbestände losgeht. Bisher wurde der Rückgang der Fischbestände durch massive Fischimporte aus Entwicklungsländern und durch Produkte kaschiert, die es früher nicht gab, wie beispielsweise Zuchtlachs.

Aber auch in den Entwicklungsländern gerät das Überfischen der Meere zu einem Problem. Der Fischerei stehen daher in nächster Zukunft weltweit drastische Veränderungen ins Haus. Ein deutliches Anzeichen dieses Problems ist das ,,Abfischen am Beginn der marinen Nahrungskette'' - also der Trend, Fische und Weichtiere zu fangen, die vielfach zur Beute der größeren Fische gehören, die man früher gefangen hatte.

Dieser Trend bringt qualitativ minderwertigen Ersatz für hochwertigen Fisch, den wir früher kannten und führt zwangsläufig dazu, dass wir letztlich Plankton, vor allem Quallen fischen werden. Jawohl, Quallen, einst eine Spezialität im ostasiatischen Raum, werden heute auch im Atlantik gefangen und in alle Welt exportiert.