Bertrand Guay/AFP/Getty Images

Sarkozys Wahlkampf der Angst

PARIS – Die Ankündigung des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, im Jahr 2017 erneut die Präsidentschaft anzustreben, sollte keine Überraschung sein. Tatsächlich fiel es schon schwer, ihn ernst zu nehmen, als er nach der Niederlage gegen den sozialistischen Kandidaten François Hollande im Präsidentschaftswahlkampf 2012 erklärte, er hätte genug von der Politik. Man mag über Sarkozy denken, was man will, aber er war nie einer von der Sorte, die lange aus dem Rampenlicht verschwinden. 

In Wahrheit hat Sarkozy seine Niederlage nie akzeptiert. Vielmehr erfassten ihn so wie Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg Rachegelüste, die von seiner langgehegten und kaum verhohlenen Machtgier verstärkt wurden.

Ermutigt durch Hollandes Unbeliebtheit scheint Sarkozy nun zu glauben, die Franzosen wären bereit, ihn wieder willkommen zu heißen. Anstatt sich Sorgen um seine schlechte Reputation zu machen, wie sie in Meinungsumfragen immer noch deutlich wird, scheint er von einer Neuauflage der Wahlen 2007 zu fantasieren, als er einen mühelosen Sieg gegen die sozialistische Kandidatin und Hollandes ehemalige Lebensgefährtin, Ségolène Royal, errang.

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