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Flüchtlinge und Armut in ländlichen Gebieten

ROM – Entwicklungsexperten und politische Entscheidungsträger befassen sich vornehmlich mit Migration in städtische Gebiete und der Notwendigkeit nachhaltiger Stadtentwicklung. Dabei sollten sie allerdings die dramatischen Veränderungen im ländlichen Raum nicht aus den Augen verlieren, die allzu oft außer Acht gelassen werden.

Die wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln – aufgrund steigender Bevölkerungszahlen und Einkommen – eröffnet den Bewohnern ländlicher Gebiete zwar Möglichkeiten, doch es sind weiterhin ländliche Regionen in Entwicklungsländern, die vorrangig von Hunger und Armut betroffen sind. Solange ländliche Entwicklung nicht mehr Aufmerksamkeit erfährt, werden junge Menschen die Landwirtschaft aufgeben und den ländlichen Raum auf der Suche nach einer besseren Existenzgrundlage in Städten oder im Ausland verlassen.

Im vergangenen Jahr hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Agenda 2030 mit den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs) beschlossen, die die Zusicherung beinhalten „niemanden zurückzulassen“. Und da die Zahl der gewaltsam Vertriebenen in diesem Jahr einen historischen Höchststand erreicht, werden die Vereinten Nationen bei einem Gipfeltreffen am 19. September die Themen Flucht und Migration erörtern.

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