haass132_CARLOS BARRIA  POOL  AFP) (Photo by CARLOS BARRIAPOOLAFP via Getty Images_iran jcpoa CARLOS BARRIA POOL AFP) (Photo by CARLOS BARRIAPOOLAFP via Getty Images

Die nuklearen Entscheidungen des Iran - und unsere

NEW YORK – Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA über die iranischen Nuklearaktivitäten sollen am 29. November wieder aufgenommen werden. Doch während viele diese Entwicklung begrüßen werden, sollten sie nicht vergessen, dass ein Erfolg dabei unwahrscheinlich ist. Und selbst wenn die Gespräche erfolgreich verlaufen sollten, wird keine Übereinkunft das Streben des Iran nach regionaler Vorherrschaft – oder nach Nuklearwaffen – beheben.

Unternehmen wir zunächst einmal einen Ausflug in die Geschichte. Im Jahr 2015 schlossen der Iran und die USA zusammen mit China, Frankreich, Deutschland, Russland, der Europäischen Union und Großbritannien den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA), eine Übereinkunft, die die iranischen Uranbestände verringerten und den Grad, bis zu dem das Land Uran anreichern konnte, sowie die Zahl der Zentrifugen, die es betreiben konnte, absenkten. Umfassende internationale Inspektionen wurden vereinbart. Der Iran versprach, niemals Nuklearwaffen zu entwickeln.

Laut Expertenschätzungen bedeuteten diese Vereinbarungen, dass der Iran bis zu ein Jahr brauchen würde, Nuklearwaffen zu produzieren, falls er sich dazu entschließen sollte, und dass die Inspektoren ihn dabei dann höchstwahrscheinlich ertappen würden. Die meisten zentralen Beschränkungen des Übereinkommens von 2015 enthielten jedoch Verfallsbestimmungen, die innerhalb von 10-15 Jahren ablaufen würden.

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