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Die Umgestaltung der Lieferketten chinesischer Staatsdienstleistungen

HONGKONG – Eine Lieferkette verbindet Hersteller und Konsumenten über ein komplexes Gewebe von Outsourcing-Verträgen. Dabei koordinieren die Marktführer in den einzelnen Produktkategorien die Aktivitäten, um über die ganze Kette hinweg Komponenten profitabel herzustellen. Beispielsweise wird ein iPad in Kalifornien entworfen – mit Chips aus Japan und Teilen aus Südkorea, Taiwan und anderen Ländern – und schließlich in China für den weltweiten Markt produziert. Aber die Ökologie der Lieferketten ist nicht so eindeutig, wie man anhand dieser Darstellung meinen könnte.

Die meisten Studien über Lieferketten untersuchen ihre Abläufe, aber nehmen die entscheidende Rolle der Regierungen bei ihrer Ermöglichung als selbstverständlich hin. Da die Funktion wirtschaftlicher Lieferketten ohne staatliche Leistungen nicht denkbar wäre, ist es wichtig, die Funktionsweise von Lieferketten öffentlicher Dienstleistungen zu verstehen.

Die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft wurde beispielsweise durch die gleichzeitige Lieferung staatlicher Leistungen zur Unterstützung der logistischen, finanziellen und produktiven Lieferketten ermöglicht. An dieser komplexe Aufgabe waren mehrere Ebenen der chinesischen Regierung und viele staatliche Agenturen und Ministerien beteiligt.

Eine Lieferkette ist nicht nur ein Produktionsnetzwerk, sondern auch ein lebendiger Feedback-Mechanismus, der sich selbst ständig anpasst, um angesichts von Veränderungen des Geschmacks, der Nachfrage und der Vorlieben von Kunden die Produktion effizient zu koordinieren und anzupassen. Technologie, Spezialisierung und Weitergabe von Wissen auf globaler Ebene haben schnellere, effizientere “Just-In-Time”-Lieferung möglich gemacht. Am Beispiel von Apple ist ersichtlich, dass der Gewinner bei der Koordination einer Lieferkette bei geringsten globalen Kosten über den größten Marktanteil verfügt.