People gather in front of Krakow Court to protest against judicial reforms SOPA Images/Getty Images

Die Rettung der illiberalen Demokratien Europas

BRÜSSEL – Nach 1989 begann für den Westen, bestärkt durch die verführerische These vom „Ende der Geschichte” des Politikwissenschaftlers Francis Fukuyama eine Ära der Selbstgefälligkeit, in der es schien, als seien liberale Demokratie und Kapitalismus Selbstverständlichkeiten.

Drei Jahrzehnte später rächt sich die Geschichte nun. Ein populistischer Nationalist ist Präsident der Vereinigten Staaten. Das Vereinigte Königreich zieht sich aus der EU zurück. Und in Ungarn und Polen sind selbst ernannte illiberale Demokraten an der Macht. Es stellt sich heraus, dass sich die Feinde offener, demokratischer Gesellschaften am „Ende der Geschichte” tatsächlich nie ergeben haben. Sie wurden nur in die Schatten gedrängt.

Es gibt eine Reihe soziologischer Gründe dafür, dass der Illiberalismus heute wieder stark wird. Im gesamten Westen wurden einstmals universale öffentliche Räume geschwächt und zerstückelt und einstmals öffentliche soziale Belange privatisiert.

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