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Amerikas Neugewichtung im Pazifik

WASHINGTON, DC – Nach mehr als einem Jahrzehnt des Krieges im Gefolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 tritt das Militär der Vereinigten Staaten nun in eine Phase des historischen Wandels ein. Wir beendeten den Krieg im Irak; wir vollziehen in Afghanistan einen effektiven Übergang und Truppenabzug und wir haben im Kampf gegen den Terrorismus die Führung der Al-Kaida ernsthaft geschwächt.

Infolge dieser Bemühungen und aufgrund der Realität des Budgetdrucks haben die USA für das 21. Jahrhundert eine neue Verteidigungsstrategie entwickelt, die auf Beweglichkeit,  Technologie und Machtprojektion setzt.  Wir beginnen uns auf zukünftige Herausforderungen und Chancen zu konzentrieren und es ist klar, dass viele davon in Asien liegen.

Schließlich verschiebt sich das Gravitationszentrum dieser Welt beständig in Richtung Asien-Pazifik, wodurch auch Amerikas zukünftiger Wohlstand und seine Sicherheit immer enger mit dieser  rasch wachsenden Region verknüpft sein werden. Aufgrund steigender Militärausgaben, Herausforderungen im Bereich der maritimen Sicherheit, neuartiger Bedrohungen von Piraterie bis zu Terrorismus und der Zerstörungen durch Naturkatastrophen präsentiert sich das Sicherheitsumfeld in dieser Region immer komplexer. Aus diesen Gründen vollzieht das US-Verteidigungsministerium eine „Neugewichtung“ des strategischen Fokus der Vereinigten Staaten und ihrer Position im asiatisch-pazifischen Raum. 

Der größte Teil dieser Neugewichtung betrifft nicht-militärische Bereiche wie Handel und Entwicklung. Dabei handelt es sich um Elemente umfassender Bestrebungen unter der Leitung von Präsident Barack Obama, um das diplomatische, entwicklungspolitische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische und kulturelle Engagement in der Region zu vertiefen. Für das amerikanische Verteidigungsministerium bedeutet diese Neugewichtung, einen Beitrag zu leisten, damit die USA und alle Länder in der Region auch weiterhin von einer sicheren und wohlhabenden  asiatisch-pazifischen Region profitieren – wie dies schon seit beinahe 70 Jahren der Fall ist.