Reformierung der Bankenreform

LONDON – In den letzten drei Jahren wurde massenweise Tinte (oder Speicherplatz) aufgewendet, um Konzepte zur Lösung des Problems jener Banken zu erarbeiten, die „zu groß sind, um zu scheitern“. Zahlreiche Wissenschaftler und Experten prangerten Regulierungsbehörden und Zentralbanker für ihre Unfähigkeit an, die offensichtlichen Vorteile des so genannten „Narrow Bankings“ zu erkennen, also der aus der Glass-Steagall-Ära bekannten Trennung von Geschäfts- und Investitions-/Handelsbanken oder der dramatisch erhöhten Kapitalanforderungen. Würde nur eine dieser Maßnahmen umgesetzt, so hieß es, wäre die Welt ein sicherer und glücklicherer Ort und die Steuerzahler müssten nicht mehr das Risiko der Rettung inkompetenter Financiers tragen.  

Darauf antworteten die Banker mit dem Argument, dass jegliche Einmischung in ihr Geschäft einem unverschämten Angriff auf ihr unveräußerliches Menschenrecht gleichkäme, das Geld der Aktionäre und Sparer so in den Sand zu setzen, wie es ihnen passt. Außerdem argumentierte man, dass die Kosten der geforderten Eigenkapitalerhöhungen einfach an die Kreditnehmer in Form höherer Zinssätze weitergegeben werden, wodurch das Wirtschaftswachstum zum Erliegen käme.

Man könnte diesen Schlagabtausch als Dialog der Gehörlosen charakterisieren, außer dass die meisten gehörlosen Menschen es schaffen, untereinander mit Hilfe der Zeichensprache oder anderer Hilfsmittel sehr gut zu kommunizieren.

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