Healthcare professionals who have been recruited to work in Sierra Leone The Times/Getty Images

Ein Ansporn für die Gesundheitsversorgung in Afrika

FREETOWN, SIERRA LEONE – Ende Oktober hat die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) bestätigt, was viele seit langem vermutet hatten: Millionen von Dollar, die für die Bekämpfung der Ebola-Ausbrüche in Guinea und Sierra Leone bereitgestellt wurden, sind schlecht verwaltet und veruntreut worden. Eine Sprecherin der ältesten humanitären Organisation der Welt zeigte sich „empört“ angesichts der Erkenntnisse.

Mit dieser Empörung war sie nicht allein.

Ich habe auf dem Höhepunkt der Epidemie als nationaler Koordinator für die Beerdigung von Ebola-Opfern in Sierra Leone gearbeitet. Während eines Großteils der Krise, die 2014 ausgebrochen ist, hat es uns an der Ausrüstung und an Materialien gefehlt, die notwendig sind, um das tödliche Virus einzudämmen. Diesen Mangel an Ressourcen haben viele Gesundheitshelfer mit ihrem Leben bezahlt und der Gedanke, dass ich selbst ums Leben kommen könnte – und meine Familie und meine beiden kleinen Kinder zurücklassen würde – hat mir jeden Tag Angst eingejagt. Es waren angsterfüllte Zeiten für mein Land.

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