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Wirtschaftliche Erholung und Gleichheit

NEW YORK: Die Weltwirtschaftskrise verschärft eine bestehende humanitäre Krise. Schon vor 2008 herrschte weit verbreitete Ungleichheit: ein fürstlicher Lebensstil für einige, während die Hälfte aller Kinder weltweit mit nicht mal zwei Dollar pro Tag auskommen musste und unter Mangelernährung und begrenztem Zugang zu Krankenversorgung, Bildung, Trinkwasser und angemessenem Wohnraum litt. Mit Fortschreiten der Krise erlebten Millionen von Menschen dann eine Verschlechterung ihrer Lebensumstände.

Die globale Aufmerksamkeit konzentriert auf Europas Schwierigkeiten, aber die Wirtschaftskrise hat nach wie vor weltweit verheerende soziale Konsequenzen. Eine Analyse neuster internationaler Daten in einem neuen Buch der UNICEF-Abteilung Politik und Praxis, A Recovery for All: Rethinking Socioeconomic Policies for Children and Poor Households, zeigt, dass unerschwingliche Lebensmittel, um sich greifende Arbeitslosigkeit und rückläufige soziale Unterstützung einen großen Teil Weltbevölkerung bedrohen.

Zunächst einmal bezahlen die Menschen in fast 60 Entwicklungsländern nach zwei großen internationalen Preissprüngen bei Lebensmitteln in den Jahren 2007-2008 und 2010-2011 heute durchschnittlich 80% mehr für örtliche Lebensmittel als vor der Krise. Dies bedroht die Sicherheit der Lebensmittelversorgung der armen Familien, die gezwungen sind, Qualität oder Quantität ihrer Lebensmittel zu reduzieren.

Darüber hinaus stellen die Arbeitsmärkte weltweit weniger Arbeitsplätze und niedrigere Gehälter zur Verfügung, was die Armut unter denen, die Arbeit haben, steigert – eine Falle, in der heute bereits fast eine Milliarde Arbeitnehmer und ihre Familien stecken. Auch finden heute zwei von fünf Arbeitnehmern weltweit keine Arbeit, während die grassierende Jugendarbeitslosigkeit im Verbund mit einem rasch wachsenden Reservoir an jungen Arbeitern – es wird erwartet, dass sich die weltweite Erwerbsbevölkerung zwischen 2012 und 2020 um mehr als eine Milliarde erhöht – die Erholung am Arbeitsmarkt weiter kompliziert.