Margaret Scott

Wirtschaftliche Erholung und Gleichheit

NEW YORK: Die Weltwirtschaftskrise verschärft eine bestehende humanitäre Krise. Schon vor 2008 herrschte weit verbreitete Ungleichheit: ein fürstlicher Lebensstil für einige, während die Hälfte aller Kinder weltweit mit nicht mal zwei Dollar pro Tag auskommen musste und unter Mangelernährung und begrenztem Zugang zu Krankenversorgung, Bildung, Trinkwasser und angemessenem Wohnraum litt. Mit Fortschreiten der Krise erlebten Millionen von Menschen dann eine Verschlechterung ihrer Lebensumstände.

Die globale Aufmerksamkeit konzentriert auf Europas Schwierigkeiten, aber die Wirtschaftskrise hat nach wie vor weltweit verheerende soziale Konsequenzen. Eine Analyse neuster internationaler Daten in einem neuen Buch der UNICEF-Abteilung Politik und Praxis, A Recovery for All: Rethinking Socioeconomic Policies for Children and Poor Households, zeigt, dass unerschwingliche Lebensmittel, um sich greifende Arbeitslosigkeit und rückläufige soziale Unterstützung einen großen Teil Weltbevölkerung bedrohen.

Zunächst einmal bezahlen die Menschen in fast 60 Entwicklungsländern nach zwei großen internationalen Preissprüngen bei Lebensmitteln in den Jahren 2007-2008 und 2010-2011 heute durchschnittlich 80% mehr für örtliche Lebensmittel als vor der Krise. Dies bedroht die Sicherheit der Lebensmittelversorgung der armen Familien, die gezwungen sind, Qualität oder Quantität ihrer Lebensmittel zu reduzieren.

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