Die Ruinen abräumen, die Gaddafi hinterlassen hat

TRIPOLI – Nach der Bildung einer neuen Regierung können sich Libyens Machthaber nun endlich der Aufgabe widmen, den Übergang von dem autoritären Staat, den Sie geerbt haben, zu einem pluralistischeren Staat, der ihnen vorschwebt, zu organisieren. Aber sind sie wirklich willens und in der Lage, dieses Ziel zu erreichen?

In den Vereinigten Staaten steht bei der Debatte um Libyen immer im Vordergrund, welche Schritte die Regierung unternehmen soll. Senator Robert Menendez argumentiert, das Land müsse „schnell demokratische Reformen umsetzen“, während internationale Entwicklungsexperten wie Manal Omar vom US-Institut für Frieden glauben, der Erfolg hänge von dem Entstehen einer aktiven Zivilgesellschaft ab.

Diese Ansichten übersehen jedoch Libyens einzigartige Geschichte und behandeln es wie irgendein Entwicklungsland, das eine Einheitslösung braucht. Tatsächlich können die Probleme des Landes nur gelöst werden, wenn starke staatliche Institutionen entstehen.

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