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Populisten und Produktivität

NEW YORK – Seit Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 ist die Produktivität in den hochentwickelten Volkswirtschaften – den USA, Europa und Japan – sowohl absolut als auch im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten sehr langsam gestiegen. Dies freilich steht im Widerspruch zu der im Silicon Valley und anderen globalen Technologiezentren vorherrschenden Ansicht, dass wir dabei sind, in ein neues goldenes Zeitalter der Innovation einzutreten, in dem das Produktivitätswachstum radikal steigt und sich die Weise, wie wir leben und arbeiten, drastisch verbessert. Warum also haben sich diese Erfolge bisher nicht eingestellt, und was könnte passieren, wenn dies so bleibt?

Bahnbrechende Innovationen sind in mindestens sechs Bereichen erkennbar:

·         den Energietechnologien, einschließlich von neuen Formen fossiler Brennstoffe wie Schiefergas und -öl, alternativen Energien wie Sonne und Wind, Speichertechnologien, sauberen Technologien („Cleantech“) und intelligenten Stromnetzen;

·         den Biotechnologien, einschließlich der Gentherapie, der Stammzellenforschung und der Nutzung großer Datenmengen („Big Data“), um die Kosten im Gesundheitswesen drastisch zu senken und den Menschen ein deutlich längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen;