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Die Privatisierung der Entwicklung Afrikas

Lagos – Im Bemühen um die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele hat man seit ihrer Formulierung im Jahr 2000 beträchtliche Fortschritte erzielt. Aber trotz aller Anstrengungen der Regierungen bleibt die tatsächliche Umsetzung dieser Ziele bis zum angepeilten Zeitpunkt im Jahr 2015 für viele Länder, vor allem in Afrika, Zukunftsmusik. 

Im privaten Sektor Afrikas ist man überaus bemüht, einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung dieser Ziele zu leisten. Unsere Mission bei der Africa Finance Corporation (AFC) ist die Reduzierung der Armut am afrikanischen Kontinent durch Initiativen des privaten Sektors. Denn letzten Endes ist der private Sektor der Wachstumsmotor in Afrika und er wird es auch in Zukunft bleiben. Seine zunehmend aktive Teilnahme am Entwicklungsprozess lässt Hoffnung für den ganzen Kontinent aufkommen. 

Afrikas Entwicklungsprobleme sind ja hinreichend bekannt. Über 40 Prozent der Menschen leben von weniger als einem Dollar pro Tag. Über eine halbe Milliarde Menschen leben ohne zeitgemäße Energieformen und der Anteil Afrikas am Welthandel beträgt spärliche 3 Prozent.

Eines der größten Probleme Afrikas ist der Mangel an Infrastruktur und industriellen Kapazitäten, denn das zementiert die Armut und untergräbt die Fähigkeit des Kontinents, mit dem Rest der Welt in wirtschaftlichen Wettbewerb zu treten. Die Transportkosten im subregionalen Handel sind doppelt so hoch wie in anderen Entwicklungsregionen und die hohen Energiekosten tragen wesentlich dazu bei, dass Geschäftstätigkeit unerschwinglich ist.