Wie man toxischen Stress bei Kindern vermeiden könnte

Cambridge, Mass.: Was wäre, wenn politische Führer weltweit die schulische Leistung und Berufsbereitschaft steigern, Verbrechensraten reduzieren und die gesunde Lebenserwartung verbessern könnten, man die Ergebnisse ihres Tuns jedoch erst nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt würde sehen können? Hätten sie den politischen Mut, jetzt im langfristigen Interesse ihrer Bevölkerungen aktiv zu werden? Oder würden sie sich in unwirksame, unterfinanzierte Versuche verstricken, schnelle Ergebnisse zu erzielen, und anschließend behaupten, es wäre nicht zu schaffen?

Dank der bemerkenswerten Konvergenz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Entwicklung des Gehirns, das menschliche Genom und die Auswirkungen frühkindlicher Erfahrungen auf das spätere Lernen, Verhalten und die spätere Gesundheit sind dies keine hypothetischen Fragen. Wir verfügen über das Wissen, unsere Zukunft zu sichern, indem wir die Lebensaussichten all unserer kleinen Kinder verbessern. Was wir jetzt brauchen, sind politische Weitsicht und Führung.

Die Wissenschaft kann heute glaubwürdig behaupten, dass im frühen Kindesalter – den ersten fünf Jahren nach der Geburt – das Fundament für unsere spätere wirtschaftliche Produktivität, verantwortliches staatsbürgerliches Handeln und ein körperlich und geistig gesundes Leben gelegt wird. Tiefe Armut, Missbrauch, Vernachlässigung und die Belastung durch Gewalt in der frühen Kindheit andererseits können alle toxischen Stress hervorrufen.

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