UK supermarket Waring Abbott/Getty Images

Großbritanniens multilaterale Handelszukunft

CAMBRIDGE – Nun, da Großbritannien die Bedingungen seiner Scheidung von der Europäischen Union verhandelt, wäre es für die Führung des Landes klug, einen Blick in die fernere Zukunft zu werfen, um zu entscheiden, mit welchem Ansatz im Bereich des internationalen Handels dem Land am besten gedient wäre. Möchte Großbritannien seine Zukunft wirklich von bilateralen Abkommen mit einer langen Liste einzelner Handelspartner abhängig machen? Oder wäre es besser, bestehenden mega-regionalen Freihandelsabkommen beizutreten und gleichzeitig an der Stärkung des weltweiten multilateralen Systems unter der Führung der Welthandelsorganisation (WTO) zu arbeiten?

Der bilaterale Ansatz würde ein enormes Maß an Zeit und Ressourcen erfordern, da die britischen Unterhändler mit jedem Land, mit dem sie wirtschaftliche Verbindungen anstreben, einzeln in Verhandlungen eintreten müssten. Das Endergebnis bestünde aus einem verworrenen Netzwerk an Vereinbarungen, das die Balkanisierung des internationalen Handelssystems nur noch verschärfen würde.

Dieser Ansatz beschränkt auch die Vorteile aus dem Handel. So berichtet beispielsweise die Interamerikanische Entwicklungsbank (IADB) über dürftige Zuwächse aus den 33 kleinen regionalen Handelsabkommen in Lateinamerika. Der Schlüssel zur Steigerung der Gewinne aus dem Handel liegt laut Angaben der IADB in der Anwendung einer neuen Strategie, im Rahmen derer der Zugang märkteübergreifend und innerhalb der Märkte erweitert wird. 

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