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Die Ausrottung der Kinderlähmung und was dies auf globaler Ebene bedeutet

Eine Feier, die vor kurzem in Kopenhagen stattgefunden hat, war der sichtbare Beweis eines einzigartigen Erfolgs im globalen öffentlichen Gesundheitswesen. Die Erreichung dieses Meilensteins bestätigt, dass Entwicklungshilfe funktioniert und zwar am besten wenn sie partnerschaftlich organisiert ist. Eine unabhängige Kommission beschied, dass 51 Länder der WHO-Region Europa frei von Kinderlähmung sind.

Damit gesellt sich Europa zu Nord- und Südamerika, China und dem pazifischen Raum. Dies bedeutet, dass mehr als die Hälfte aller Länder dieser Welt - mit mehr als drei Milliarden Einwohnern - offiziell frei von dieser fürchterlichen Krankheit sind. Auf dem G8-Gipfel in Kanada bekundete man den gemeinsamen Willen, Polio weltweit auszurotten. Die Staats- und Regierungschefs der G8 gelobten, ihren Beitrag zur endgültigen Beseitigung der Krankheit in Afrika zu leisten.

Der bisherige Erfolg des Polio-Eradikationsprogrammes - und damit die Befreiung der Menschheit von einer ihrer ältesten Geißeln - zeigt, was bewirkt werden kann, wenn einfache Technologien effektiv eingesetzt werden. Der Schlüssel dieses Erfolges war die enge Zusammenarbeit zwischen Partnern aus dem privaten und öffentlichen Sektor, um jedem Kind unter fünf Jahren die Impfung gegen Kinderlähmung verabreichen zu können.

Zur genauen Bedarfserhebung für großangelegte Polio-Impfaktionen, die Hunderte Millionen Kinder erreichen sollen, arbeiteten internationale Spender und UN-Behörden eng mit nationalen Regierungen zusammen. Allein im letzten Jahr stellte die weltweite Initiative zur Polio-Eradikation beinahe zwei Milliarden Einheiten des Polio-Impfstoffes für 575 Millionen Kinder in 94 Ländern zur Verfügung.