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Stabilität für Wachstum in Indien

MUMBAI – In ihren Bemühungen, die Nachfrage durch zunehmend aggressive Geldpolitik anzukurbeln, bürden die Industrieländer Schwellenmärkten wie Indien einige Risiken auf.  An einem Tag geben sich die Investoren risikobereit und wir beobachten steigende Kapitalzuflüsse. Am darauf folgenden Tag wollen die Anleger Risiko vermeiden und wir sind mit Kapitalabflüssen konfrontiert. 

Indien reagiert auf diese externe Volatilität mit dem Versuch, eine nationale Plattform makroökonomischer Stabilität zu schaffen, die das Fundament für Wachstum bilden soll.  Indiens jüngster Staatshaushalt legt Wert auf Haushaltsdisziplin sowie die Einhaltung von Verpflichtungen aus der Vergangenheit und er zielt – insbesondere in der Landwirtschaft - auf Strukturreformen ab. Auch die Haushaltskonsolidierung trug dazu bei, das Leistungsbilanzdefizit unter 1 Prozent des BIP zu halten. Überdies gelang es, die Inflation in den offiziellen Zielbereich zu bringen. Und das Parlament setzte für die indische Zentralbank Reserve Bank of India (RBI) einen geldpolitischen Ausschuss ein, der sicherstellen soll, dass verschiedene Sichtweisen in die Politik einfließen und die Kontinuität verbessert wird.

Außerdem müssen wir uns um die notleidendenden Kredite der Banken kümmern, so dass sich in deren Bilanzen wieder Spielraum für neue Kreditvergaben findet. Im Gegensatz zu stärker entwickelten Ländern verfügt Indien über kein wirksames Insolvenzsystem (obwohl ein Gesetzesentwurf zu seiner Schaffung gerade das Unterhaus des Parlaments passierte). Aber unter Anwendung einiger von der RBI konzipierter „außergerichtlicher Lösungsmechanismen“ und mit finanzieller Unterstützung der Regierung sollten die Banken bis März 2017 durchaus gut ausgestattete Bilanzen vorweisen können.

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