Frieden an allen Fronten?

JERUSALEM: Seit dem Zusammenbruch der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche während der letzten Tage von Präsident Bill Clinton im Weißen Haus hat der Nahe Osten bei der Friedensdiplomatie kein derart frenetisches Tempo mehr erlebt wie heute. Ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen wurde vermittelt, Israel und Syrien haben Friedensverhandlungen aufgenommen, und Israel hat dem Libanon eine Chance geboten, die Probleme, die ein bilaterales Abkommen blockieren, zu lösen. Weniger dramatisch vielleicht, aber dennoch anhaltend, sind die Friedensgespräche zwischen Israel und der Palästinenserbehörde unter Präsident Mahmud Abbas.

Steht der Nahe Osten also an der Pforte zu einem dauerhaften, umfassenden Frieden? Nicht ganz.

Abgesehen von den Gesprächen von Annapolis, die aufgrund der unüberwindlichen Differenzen der Parteien in Kernfragen ins Leere zu führen scheinen, sind all die anderen Friedensbemühungen mehr taktischer als strategischer Art. Bei keiner davon bestehen bisher die Voraussetzungen für einen sofortigen Sprung vom Krieg zum Frieden, und auch die Parteien selbst erwarten dies nicht.

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