coastal erosion Bruce Siceloff/ZumaPress

Wie sich das Klima im Hinblick auf den Klimawandel verändert

OSLO – In den frühen 1990er Jahren, als ich Ministerpräsidentin von Norwegen war, geriet ich in eine Diskussion mit einem Oppositionsführer über Nachhaltige Entwicklung. Mein Gesprächspartner bestand darauf, ich solle ihm die stärkste Priorität der Regierung in diesem Bereich mitteilen. Frustriert erwiderte ich, seine Frage sei unmöglich zu beantworten. Zum Schluss unseres Gesprächs erklärte ich ihm den Grund dafür: „Weil alles mit allem verbunden ist.“

Glücklicherweise ist diese Art zu denken heute verbreiteter als damals. Ein Grund dafür ist der Ansatz menschlicher Entwicklung, der die Komplexität der Natur betont und erkennt, dass die multidimensionalen Probleme unserer heutigen Zeit nicht durch eindimensionale Maßnahmen gelöst werden können. Tatsächlich sind die momentanen Herausforderungen selten ausschließlich ökologischer, sozialer oder wirtschaftlicher Natur, und ihre Lösungen liegen nicht im Kompetenzbereich eines einzelnen Regierungsministeriums. Ohne eine umfassende und multidisziplinäre Wirkungsanalyse kann eine solch enge Denkweise zu neuen Problemen führen.

In besonderem Maße trifft dies auf den Klimawandel zu. Glücklicherweise setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass die weltweit steigenden Temperaturen nicht nur ein Umweltproblem sind. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, die Politiker in aller Welt könnten endlich bereit sein, das Problem auf effektive Weise zu lösen.

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