Obama und der Nahe und Mittlere Osten

Mit der erfolgreichen Verabschiedung seiner Gesundheitsreform gelang dem amerikanischen Präsidenten sein bisher größter innenpolitischer Erfolg, der erstaunlicherweise aber vor allem außenpolitische Konsequenzen haben sollte. Ein in den vergangenen Monaten zu Hause gefesselter und machtpolitisch zunehmend erodierender US Präsident war dadurch plötzlich auf die Weltbühne zurückgekehrt.

Die Verabschiedung eines neuen Vertrags zur nuklearen Rüstungsbegrenzung mit Russland, die globale nukleare Abrüstungsinitiative der Konferenz von Washington und eine sich abzeichnende neue Geschlossenheit mit Russland und China in der Frage weiterer Iran-Sanktionen gerieten auf diesem Hintergrund fast schon zu einer Demonstration wieder gewonnener Handlungsfreiheit und Handlungskompetenz Präsident Obamas.

Immer klarer werden dabei auch die Prioritäten und Ziele der neuen amerikanischen Außenpolitik erkennbar. In ihrem Zentrum stehen der Iran und sein Nuklearprogramm. Gewiss sind die weltweite nukleare Abrüstung aus sich heraus ein zentrales Thema für den US Präsidenten und ebenso berührt das Verhältnis der USA zu China und Russland noch viele andere, zentrale Interessen des Landes, aber wenn man sich das Gesamtbild betrachtet, dann wird sichtbar, dass die gegenwärtige Außenpolitik der USA unter Einsatz der Diplomatie eine internationale Isolierung des Irans versucht.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/mAk5Udr/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.