World Bank Group President Jim Young Kim World Bank Photo Collection/Flickr

Eine neue Vision für die Weltbank

LIMA – Finanzminister, Notenbanker und Entwicklungsökonomen versammeln sich derzeit in Lima (Peru) zur Jahrestagung der Weltbank. Die Debatte dort wird sich darauf konzentrieren, wie die Agenda der Bank zu unserer sich wandelnden Welt passt. Dass die Veranstaltung in einem Entwicklungsland stattfindet, stellt eine willkommene Abwechslung gegenüber dem üblichen Veranstaltungsort Washington, D.C. dar. Die Bank sollte nun noch einige andere wichtige Veränderungen vornehmen: Sie sollte ihre Mission neu fassen und neue Aufgaben übernehmen, und ihr größter Anteilseigner, die USA, sollte seine Rolle innerhalb der Organisation überdenken.

Die aktuelle Mission der Weltbank – innerhalb einer Generation die schlimmste Armut zu beenden und den allgemeinen Wohlstand zu steigern – ist unzweifelhaft wichtig. Doch würde die Bank diese Mission neu fassen, um ihre Unterstützung der Mitgliedsregierungen dabei zu betonen, ein inklusives, nachhaltiges Wachstum zu erreichen, könnte die Bank noch mehr Gutes tun.

Ein solcher Ansatz würde die kürzlich beschlossenen Ziele nachhaltiger Entwicklung (ZNEs) widerspiegeln und stärken, an denen sich die weltweiten Entwicklungsbemühungen bis 2030 orientieren werden. Damit würde das bisherige Ziel der Beendigung der Armut keinesfalls aufgegeben; die Weltbank würde sich damit vielmehr eine Armutsbekämpfung zu eigen machen, die ein Ergebnis des Aufbaus stabiler, wohlhabender Gesellschaften ist, in denen die Bürger durch ihre Steuern bereit und in der Lage sind, kompetente und reaktionsschnelle Staaten zu finanzieren, die die vereinbarten globalen Standards und Regeln einhalten.

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