Israeli protesters raise a sign in Hebrew 'Mandelblit, let us decide, we came from Mahalot to protest', as they demonstrate against Prime Minister Benjamin Netanyahu JACK GUEZ/AFP/Getty Images

Bibis faustischer Pakt

JERUSALEM – Nach Ermittlungen, die im Jahr 2016 begannen, empfahl die israelische Polizei am 13. Februar, Anklage gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen Bestechung, Betrug und Untreue zu erheben. Nun liegt das Augenmerk auf Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit, der entscheiden muss, ob eine formelle Anklageschrift gegen einen Mann eingebracht wird, der gewissermaßen zum Synonym für die moderne israelische Politik geworden ist.  

Wenn die derzeitige israelische Regierung bis zum Sommer 2019 überlebt, wird Netanjahu Israels dienstältester Spitzenpolitiker sein. Momentan ist es allerdings keineswegs sicher, dass er bis dahin im Amt bleibt.

Seit Netanjahus Rückkehr als Ministerpräsident im März 2009 – er hatte dieses Amt erstmals von Juni 1996 bis Juli 1999 inne – verzeichnete Israel ein beispielloses Wirtschaftswachstum und eine Reihe diplomatischer Erfolge. Gleichzeitig wurde die extreme Spaltung zu einem Merkmal seiner Amtszeit und das Säbelrasseln möglicher Kriege in Syrien, im Libanon und in Gaza unüberhörbar. Wie sich Netanjahus politische Zwangslage auflöst, wird darüber entscheiden, welches Narrativ die Oberhand behält. 

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