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Die Ideologie der Klima-Inaktivität überwinden

FORT COLLINS/SARASOTA – Vor drei Jahren erreichten die Vereinigten Staaten einen düsteren Meilenstein: ihre ersten Klimaflüchtlinge. Da der Meeresspiegel in der kleinen Stadt Isle de Jean Charles, Louisiana, schnell ansteigt, mussten die Stammesangehörigen der Biloxi-Chitimacha-Choctaw, die die Insel seit langem ihr Zuhause nennen, umziehen. In den kommenden Jahren werden Hunderte von Gemeinden in den USA ein ähnliches Schicksal erleiden, auch wenn die Treibhausgasemissionen sofort eingestellt würden.

Trotz des Konsenses unter Wissenschaftlern über die Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung hat die Politik weiterhin taube Ohren für Warnungen vor der drohenden Klimakrise. Auch bevor US-Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen 2015 zurückzog, hatten die USA noch nicht begonnen, deutliche Emissionsreduktionen vorzunehmen. Der Grund, so argumentieren Klimaaktivisten zunehmend, ist der Kapitalismus, genauer gesagt die neoliberale Ideologie, die seit mindestens 40 Jahren die Wirtschaftspolitik im Westen dominiert.

Da sich die Debatten über einen Green New Deal verschärfen, ist es für die Öffentlichkeit von entscheidender Bedeutung, die Rolle zu verstehen, die der Neoliberalismus beim Scheitern der Politik zur Emissionssenkung, zur Abschaffung fossiler Brennstoffe und zur Einführung erneuerbarer Energietechnologien gespielt hat.

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  1. haass102_ATTAKENAREAFPGettyImages_iranianleaderimagebehindmissiles Atta Kenare/AFP/Getty Images

    Taking on Tehran

    Richard N. Haass

    Forty years after the revolution that ousted the Shah, Iran’s unique political-religious system and government appears strong enough to withstand US pressure and to ride out the country's current economic difficulties. So how should the US minimize the risks to the region posed by the regime?

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