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Die Wirtschaft braucht eine Klimarevolution

BRÜSSEL/NEW YORK – Nirgendwo werden die Grenzen des neoklassischen ökonomischen Denkens - die DNA der Ökonomie, wie sie derzeit gelehrt und praktiziert wird - deutlicher als angesichts der Klimakrise. Es gibt zwar durchaus neue Ideen und Modelle, aber die alten Dogmen bleiben tief verwurzelt. Ein Wandel kann nicht schnell genug kommen.

Die Wirtschaftswissenschaft hat es versäumt, die Klimakrise zu verstehen - geschweige denn, wirksame politische Lösungen für sie zu finden -, weil die meisten Ökonomen dazu neigen, Probleme in kleine, überschaubare Teile zu zerlegen. Rationale Menschen, so heißt es, denken am Rande. Was zählt, ist nicht der Durchschnitt oder die Gesamtheit der eigenen Handlungen, sondern der jeweils nächste Schritt, abgewogen gegen die unmittelbaren Alternativen.

Ein solches Denken ist nicht ungeeignet für kleine, unauffällige Probleme. Die Kompartmentalisierung ist notwendig, um konkurrierende Anforderungen an die eigene Zeit und Aufmerksamkeit zu bewältigen. Aber marginales Denken ist unzureichend für ein alles verzehrendes Problem, das jeden Aspekt der Gesellschaft berührt.

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