Eingebürgerte Killer

Die Festnahme von 17 Terrorverdächtigen in Kanada unterstreicht ein wachsendes Gefühl des Schreckens und der Unausweichlichkeit in der gesamten westlichen Welt, das in der hausgemachten Natur der Bedrohung liegt. Doch was wissen wir wirklich über diese Killer unter uns?

Selbstverständlich kennen wir den Umfang ihres allumfassenden Fundamentalismus in groben Zügen und haben eine vage Vorstellung von Al Kaida als einem dezentralen Netzwerk von Zellen in vielen Ländern, das versucht chemische, biologische und vielleicht sogar nukleare Waffen zu erwerben. Auch kennen wir die langfristigen Ziele ihrer Anführer: in muslimischen Ländern die Macht zu ergreifen und die westlichen Staaten anzugreifen, die die weltlichen Regimes in der islamischen Welt unterstützen. Schließlich wissen wir auch, dass es bei dieser Flutwelle des Fanatismus wenige Anführer gibt, ihnen nun jedoch die Sympathie von Millionen einfacher Muslime zuteil wird.

Es hat schon immer einzelne Fanatiker gegeben, die bereit waren, im Namen ihres Glaubens zu sterben und zu töten. Doch erscheinen sie heute infolge der technischen Fortschritte, die das Bombenbauen „demokratisiert“ haben, bei weitem gefährlicher. Wie die Bombenanschläge von London und Madrid gezeigt haben, braucht man schließlich nur ein Mobiltelefon, um den Zeitpunkt einer Explosion – oder einer Reihe von Explosionen – mit tödlicher Effizienz festzulegen.

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