Migrants in Croatia Jeff J Mitchell/Getty Images

Die Zukunft der Migrationspolitik

DHAKA – Wir leben in einer sich schnell verändernden, stark miteinander verbundenen Welt, in der Güter, Kapital und Menschen mobiler sind als jemals zuvor. Aber während die Staaten bereit waren, beim Austausch von Waren und Kapital zusammenzuarbeiten, hat die internationale Gemeinschaft wenig Interesse daran gezeigt, die Verwaltung der menschlichen Mobilität zu verbessern.

Nach der großflächigen Verfolgung und Vertreibung von Menschen im Zweiten Weltkrieg waren die Politiker in aller Welt so mutig, die Flüchtlingskonvention von 1951 ins Leben zu rufen. Damit verzichteten sie – indem sie das Prinzip der Nicht-Zurückweisung akzeptierten – auf einen Teil ihrer nationalen Souveränität, um die globale Solidarität gegenüber Flüchtlingen zu stärken.

Andererseits betrachteten die nationalen Politiker die Migration als etwas Temporäres, das ad hoc über unilaterale oder bilaterale Abkommen gehandhabt werden kann, die in erster Linie zur Erfüllung bestimmter Bedürfnisse der Arbeitsmärkte in den Industriestaaten entwickelt wurden. Rückblickend ist jetzt klar, dass dieser Ansatz nicht ausgereicht hat, um mit dem steilen Anstieg menschlicher Mobilität im Zuge der globalen und regionalen wirtschaftlichen Integration umgehen zu können.

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