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Aufstieg und Fall der Gesundheitssysteme im Nahen Osten

SEATTLE – Ein großer Teil des Fortschritts, der in arabischen Ländern im Nahen Osten und Nordafrika in den letzten Jahrzehnten erzielt wurde, scheint mittlerweile von den politischen Unruhen und Bürgerkriegen in der Region zunichte gemacht. Diese Entwicklung wird vor allem an den Gesundheitssystemen in Ägypten, Jordanien, Libyen, Syrien, Tunesien und des Jemen deutlich, die sich zuvor stetig verbessert hatten.

Vor dem Jahr 2010 stieg in diesen Ländern die Lebenserwartung, während sich die Zahl der Infektionskrankheiten ebenso rückläufig entwickelte wie die Säuglings- und Müttersterblichkeit. Heute allerdings verschärft der Zusammenbruch der Gesundheitssysteme das aufgrund der vielen Konflikte in der Region herrschende Elend.

Dies geht klar aus einer jüngst durchgeführten Studie hervor, an der ich als Ko-Autor beteiligt war und die im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden Daten aus der Global Burden of Disease Study 2013 untersucht. Dabei ging es darum, die Auswirkungen der sich verschlechternden Gesundheitssysteme in den Ländern der östlichen Mittelmeerregion zu ergründen.

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