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Ausbildungsinnovationen im Nahen Osten

LONDON – Die Unterstützung der Millionen vertriebenen Menschen des Nahen Ostens erfordert Ressourcen, die weit jenseits der Kapazitäten der Vereinten Nationen liegen. Sie ist eine dauerhafte entwicklungspolitische Herausforderung für Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Geldgeber. Während die UN-Friedenstruppen durch ein System von „bewerteten Beiträgen“ finanziert werden, hängt die humanitäre Hilfe von freiwilligen Beiträgen ab. Und allzu oft wird die Ausbildung, die verglichen mit grundlegenden Bedürfnissen wie Nahrung und Unterkunft eine geringere Priorität besitzt, vernachlässigt.

Dieser Mangel ist viel gefährlicher, als es zunächst den Anschein haben mag. In der Tat stehen wir heute vor einer Ausbildungskrise, die droht, eine verlorene Generation junger Menschen ohne jegliche Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu hinterlassen. Die Mehrheit der sechs Millionen vertriebenen syrischen Kinder geht nicht zur Schule, und etwa 250.000 junge Menschen bekommen keine Hochschulausbildung. Weitere Millionen Kinder müssen in den Kriegsländern Jemen und Irak auf eine Schulausbildung verzichten. Manche von ihnen sehen vielleicht während ihres ganzen schulfähigen Alters keinen Klassenraum von innen.

Aber dank der Plattform für Ausbildung als Notfallhilfe (PEER) können sich Wohltätigkeitsorganisationen, Philanthropen und Stiftungen zusammentun, um Flüchtlingskindern Möglichkeiten für eine höhere Ausbildung zu geben und für Lehrer und Professoren, die unter dem Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad verfolgt wurden, Zufluchtsorte zu schaffen. PEER bringt schulfähige syrische Flüchtlinge mit für Flüchtlinge offenen weiterführenden Schulen zusammen und wird sich mit der Zeit zu einer webgestützten Ausbildungsplattform für vertriebene Schüler und Studenten sämtlicher Altersstufen aus aller Welt entwickeln.

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