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Mexikos Trump

MEXIKO-STADT – In den vergangenen 18 Monaten hat niemand der Welt so starkes Kopfzerbrechen bereitet wie US-Präsident Donald Trump, und wohl kein Land hat mehr gelitten als Mexiko. Von den drei Hauptanwärtern der gerade abgehaltenen Präsidentschaftswahlen in Mexiko war keiner so schlecht vorbereitet wie der Sieger, Andrés Manuel López Obrador – „AMLO” –, es mit dem Tyrannen im Weißen Haus aufzunehmen. Dennoch hat ihn das mexikanische Volk gewählt, und er wird sich viele (wenn nicht alle) seiner sechs Jahre im Amt mit Trump beschäftigen müssen.

Die Beziehungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten waren kein zentrales Wahlkampfthema und werden auch nicht zu den Prioritäten von AMLO gehören. Aber sie werden die Mexikaner sicherlich mehr als die meisten anderen Probleme beschäftigen.

Es gibt durchaus Gemeinsamkeiten zwischen AMLO und Trump. Beide scheinen aufrichtige Wirtschaftsnationalisten zu sein: Trump hofft, die USA bei Aluminium und Stahl autark zu machen, während AMLO dasselbe für Mexiko bei Mais, Weizen, Rindfleisch, Schweinefleisch und Schnittholz anstrebt. Beide lehnen Handelsverträge ab, obwohl sie ihre Abneigung mit pragmatischer Selektivität mildern: Trump verließ die Trans-Pazifik-Partnerschaft, aber nicht das nordamerikanische Freihandelsabkommen (vorerst), während AMLO sagt, dass er die Neuverhandlungen des Freihandelsabkommens mit den USA und Kanada im Sinne des derzeitigen Präsidenten Enrique Peña Nieto fortzuführen gedenkt.

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