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Die Vierte Industrielle Revolution

MEXIKO-STADT – Das aktuelle Zeitalter der Innovationen, wo in atemberaubendem Tempo durch hochmoderne Technologien ganze Wirtschaftsbereiche auf den Kopf gestellt werden, wurde bereits als Vierte Industrielle Revolution bezeichnet. So lautet auch das Thema des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos in dieser Woche – und dies zu Recht. In den kommenden Jahren wird der Umfang und das Tempo der Innovationen bestimmen, wie wir produzieren, verteilen und konsumieren. Um dabei die besten Ergebnisse zu erzielen, müssen wir unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften bereits jetzt darauf vorbereiten und uns dabei auf drei Schlüsselbereiche konzentrieren: die Ausbildung, das unternehmerische Umfeld und die Vernetzung.

Für den Erfolg einer Wirtschaft ist das Humankapital entscheidend, und Mexiko ist dabei keine Ausnahme. Deswegen legt meine Regierung ihren Schwerpunkt so stark auf die Verbesserung der Ausbildung auf allen Ebenen.

Beispielsweise haben wir kürzlich ein Modell für private Investitionen namens „Notizen zur Ausbildungsinfrastruktur“ eingeführt, das es uns ermöglichen wird, innerhalb der nächsten drei Jahre etwa drei Milliarden Dollar zur Verbesserung der Einrichtungen von Grundschulen auszugeben. Zusätzlich haben wir im aktuellen Schuljahr fast die Hälfte der 2,3 Millionen mexikanischen Fünftklässler mit Tablet-Computern versorgt.

Außerdem wollen wir gewährleisten, dass heutige und zukünftige Generationen die Fähigkeiten bekommen, die sie brauchen, um auf einem sich wandelnden Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. Im letzten Jahr haben in Mexiko über 110.000 Studenten einen Abschluss in Fächern wie Ingenieurwesen, Produktionstechnik oder Bauwesen gemacht – mehr als in den meisten Industriestaaten wie Frankreich, Deutschland oder Großbritannien.