Junior Kannah/AFP/Getty Images

Selbstläufer der nachhaltigen Entwicklung

BUDAPEST – Zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen für das Jahr 2030 gehören unter anderem der Grundschulbesuch für alle Kinder, Arbeitsplätze für alle Erwachsenen und ein Ende des Hungers und der Armut. Dabei handelt es sich um hehre – allerdings auch überaus kostspielige – Ziele. Können wir uns es wirklich leisten, alle diese Vorhaben umzusetzen? 

Die OECD schätzt, dass die Kosten für die Umsetzung aller 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung, die 169 spezifische Entwicklungsziele umfassen, bei 3,3-4,5 Billionen Dollar jährlich liegen würden – also etwa dem Bundeshaushalt der Vereinigten  Staaten entsprechen und viel höher wären als die beinahe 132 Milliarden Dollar, die im letzten Jahr weltweit für Entwicklungshilfe ausgegeben wurden.  

Tatsächlich wären allein für eine universelle Grundschulausbildung mindestens 17 Milliarden Dollar an zusätzlichen jährlichen Ausgaben erforderlich und ein zwischenstaatlicher Ausschuss der UN-Generalversammlung schätzt, dass man zur Ausrottung der Armut weltweit jährliche Infrastrukturinvestitionen in der Höhe von 5-7 Billionen Dollar tätigen müsste. In Wahrheit schwanken diese Schätzungen, weil niemand genau weiß, wie viel die Umsetzung der Ziele nachhaltiger Entwicklung wirklich kosten würde.

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