Baltimore Streetcar Museum Alexander Rabb/Flickr

Die Infrastrukturlösung

TORONTO – „Die Infrastruktur“, so die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright im Februar 2013, „ist wie der Begriff schon sagt grundlegend für das Funktionieren von Gesellschaften.“ Und doch lässt sich mit gewisser Berechtigung sagen, dass die Infrastruktur das vergessene wirtschaftliche Thema das 21. Jahrhunderts ist. Tatsächlich mindert das Versäumnis, die richtigen Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen, das Potenzial vieler Länder, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu steigern.

Obwohl die Diskussion über die Infrastruktur dazu neigt, sich auf die Notwendigkeit höherer Ausgaben und kreativerer Finanzierungen zu konzentrieren, besteht das Problem in Wirklichkeit nicht in unzureichenden Investitionen. Vielmehr verfällt der Bautenbestand infolge eines inkohärenten Planungs-, Finanzierungs-, Umsetzungs- und Betriebsansatzes, der den Schwerpunkt auf Kosten, Anlageklasse und geografischen Standort legt.

Die Entwicklung eines neuen – auf einer breiten systemischen Perspektive fußenden – Ansatzes sollte eine Spitzenpriorität all jener sein, die in der Lage sind, hieran etwas zu ändern, ob nun Unternehmensführer und leitende Beamte. Genau dieses Ziel verfolgt die McKinsey Global Infrastructure Initiative, deren zweite Tagung im vergangenen Monat in Rio de Janeiro stattfand: Sie fördert praktische globale Lösungen, die darauf abzielen, Produktivität und Effizienz aller Aspekte der Infrastruktur zu steigern.

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