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Die kommende COVID-19-Rezession

CAMBRIDGE – Mit jedem neuen Tag sieht die globale Finanzkrise von 2008 mehr wie ein bloßer Probelauf für die derzeitige wirtschaftliche Katastrophe aus. Schon jetzt scheint es, als ob der momentan ablaufende kurzfristige Einbruch der weltweiten Wirtschaftsleistung mit jeder Rezession der letzten 150 Jahre konkurrieren oder sie noch übertreffen könnte.

Trotz größter Anstrengungen der Notenbanken und Haushaltsbehörden, um den Schlag abzumildern, sind die Vermögensmärkte in den hochentwickelten Ländern abgestürzt, und aus den Schwellenländern wird in atemberaubendem Tempo Kapital abgezogen. Ein starker Konjunktureinbruch und eine tiefe Finanzkrise sind unvermeidlich. Die zentralen Fragen sind jetzt, wie schlimm die Rezession ausfallen wird und wie lange sie dauern wird.

Bis wir wissen, wie schnell und gründlich die gesundheitliche Herausforderung bewältigt sein wird, ist es für die Ökonomen praktisch unmöglich, das Endspiel dieser Krise vorherzusagen. Zumindest ebenso groß wie die wissenschaftliche Unsicherheit über das Coronavirus ist die sozioökonomische Unsicherheit darüber, wie Bevölkerungen und Politiker sich in den kommenden Wochen und Monaten verhalten werden.

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