People swimming in Ganges Daniel Berehulak | getty images

Für ein kluges Management der Wasserpolitik

AMMAN – Der Weltwassertag am 22. März bietet Gelegenheit, eine in vielen Ländern bereits zur düsteren Realität gewordene Situation zu beleuchten: die Verfügbarkeit von Süßwasser wird zunehmend zu einem entscheidenden strategischen Faktor im Bereich regionaler und internationaler Angelegenheiten. Werden Wasserressourcen nicht mit außerordentlicher Sorgfalt bewirtschaftet, könnten die Folgen verheerend sein.

Im UNO-Weltwasserbericht des Vorjahres betonte man erneut, in welcher Weise die wachsende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage Konflikte schaffen könnte. Das Weltwirtschaftsforum stuft Wasserkrisen als die besorgniserregendste globale Bedrohung ein. Diese seien noch gefährlicher als Terroranschläge oder Finanzkrisen und auch wahrscheinlicher als der Einsatz von Massenvernichtungswaffen. Und Forschungsergebnisse der Strategic Foresight Group zeigen die Bedeutung eines klugen Managements in diesem Bereich auf: im Fall von Ländern, die sich an der gemeinsamen Bewirtschaftung von Wasserressourcen beteiligen, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sie gegeneinander in den Krieg ziehen.

Der Nahe Osten dient als tragisches Beispiel dafür, was passieren kann, wenn es an regionaler Kooperation mangelt. Der Irak, Syrien und die Türkei haben um jeden Kubikmeter Wasser aus Euphrat und Tigris gekämpft. Verloren haben alle. Nicht-staatliche Akteure kontrollieren wichtige Bereiche der beiden Flusseinzugsgebiete. Und Wasserknappheiten haben die Flüchtlingskrise der Region verschärft (die ihrerseits ein Inbegriff schlechter Regierungsführung ist).

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