solana134_MARCUS YAM  LOS ANGELES TIMES_aghan refugees soldiers MARCUS YAM LOS ANGELES TIMES

Drei Lehren aus zwei Jahrzehnten des Versagens

MADRID – Vor 20 Jahren schockierten die Terroranschläge vom 11. September die Welt. „Wir sind alle Amerikaner“ entwickelte sich zum weltweiten Slogan der Solidarität. Die Unverwundbarkeit des Westens nach dem Kalten Krieg war plötzlich als Illusion enttarnt. Die Globalisierung, die sich in den 1990er Jahren zum vorherrschenden Paradigma entwickelt und die westliche Wirtschaftsdominanz begründet hatte, offenbarte ihre dunkle Seite.

Zwei Jahrzehnte nach den Anschlägen sind die Folgen für den Westen und die weitere Welt kaum überzubewerten. Ein gewalttätiger nichtstaatlicher Akteur bestimmte in enormem Maße die internationale Agenda. Auch wenn die Hegemonie des von den USA angeführten Westens weiter außer Frage stand, schien der unipolare Moment der 1990er Jahre seinem Ende entgegenzugehen, und die US-Außenpolitik sollte durch den „globalen Krieg gegen den Terror“ einen grundlegenden Wandel erfahren.

Im Kontext der Zeit war es keine Überraschung, dass die US-geführte Invasion Afghanistans auf überwältigende internationale Unterstützung stieß. Die Anschläge vom 11. September konnten nicht unbeantwortet bleiben, und es waren die Taliban, die al-Qaeda eine Zuflucht geboten hatten, von der aus sie die Operation planen, organisieren und einleiten konnten.

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