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Lateinamerika im Kampf gegen das Coronavirus

SÃO PAULO/SANTIAGO/BOGOTÁ/MEXICO CITY – Die COVID-19-Pandemie ist ein Schock von beispielloser Größe und unbekannter Dauer. Die Folgen sind bereits jetzt katastrophal. Treten wir der Krise nicht entschieden entgegen, könnte sie zur tragischsten Episode in der lateinamerikanischen Geschichte werden.

Bis jetzt waren die politischen Reaktionen in unserer Region sehr unterschiedlich. Einige Regierungen reagierten schnell und erklärten den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu ihrem obersten Ziel. Andere hingegen spielten leider die Gefahren der Pandemie herunter, gaben ihren Bürgern falsche Informationen und ignorierten nicht nur wissenschaftliche Forschungen, sondern auch den Rat ihrer eigenen Experten. Diese Staatsführer entschieden sich inmitten der Tragödie für eine populistische und spalterische Politik.

Lateinamerikas erste Priorität muss es sein, die Zahl der Toten möglichst gering zu halten. Die Politiker müssen sich darauf konzentrieren, die Gesundheitssysteme zu verbessern, Krankenhäuser mit Ressourcen auszustatten, leerstehende Infrastruktur wie Hotels oder Kongresszentren vorübergehend zu nutzen und die Testkapazitäten stark zu erhöhen.

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