Wikimedia Commons

Der Schutz des Cyberspace

CAMBRIDGE – Brasilien war vor kurzem Gastgeberland der NETmundial, der ersten weltweiten Konferenz über Ordnung und Verwaltung des Internets, an der 800 Vertreter von Regierungen, Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Techniker teilnahmen. Auf Grundlage des Konzepts zur Einbeziehung vieler verschiedener Akteure einigte man sich schließlich auf ein 12 Seiten umfassendes Abschlussdokument.

Dennoch gab es am Ende der Konferenz keinen Konsens über eine weltweite Ordnung des virtuellen Raums. Hinsichtlich der globalen Entscheidungsfindung befürworten zahlreiche Staaten weiterhin traditionelle UNO-Abstimmungsverfahren und verteidigen ihr Recht auf Kontrolle der Internet-Aktivitäten im eigenen Land.

In gewisser Weise ist das nicht überraschend. Obwohl es sich beim Internet um eine komplexe, sich rasch entwickelnde und allumfassende globale Ressource handelt, gibt es sie noch nicht sehr lange.  Das World Wide Web wurde zwar 1989 konzipiert, aber erst in den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der Webseiten vervielfacht und die Technologie begann, globale Lieferketten zu verändern. Seit 1992 ist die  Zahl der Internet-Nutzer  von einer Million auf beinahe drei Milliarden explodiert. Einfach so wurde das Internet zum Substrat des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lebens. 

To continue reading, please log in or enter your email address.

To continue reading, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you are agreeing to our Terms and Conditions.

Log in

http://prosyn.org/6uq2AOJ/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.