UAE military troops US DoD/Flickr

Was bringt ein arabisches Militärbündnis?

LONDON – Die unlängst zwischen Iran und den fünf UN-Vetomächten (China, Großbritannien, Frankreich, Russland und die Vereinigten Staaten) sowie Deutschland erzielte Grundsatzeinigung im Atomstreit stellt bei einer der zentralen sicherheitspolitischen Herausforderungen im Nahen Osten einen Fortschritt dar. Da einige arabische Länder die Gründung einer gemeinsamen militärischen Eingreiftruppe beschlossen haben, stellt sich jedoch eine andere sicherheitspolitische Frage: Wird sich die Lage in der Region durch ein solches Bündnis verbessern oder verschlimmern, vor allem angesichts der wachsenden Kluft zwischen Sunniten und Schiiten?

Eine Koalition aus neun Ländern unter saudischer Führung, zu der Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Jordanien zählen, hat bereits begonnen Luftangriffe gegen die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen in Jemen zu fliegen – ein Einsatz, der, wie der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, unlängst erklärte, dazu führen werde, dass sich die Saudis „mit der Nase im Dreck wiederfinden“ werden. Ägyptens Präsident, General Abdel Fattah al-Sisi, hat dennoch angedeutet, dass das Mandat der Militärkoalition über Jemen hinaus ausgeweitet werden könnte.

Aber worin besteht dieses Mandat?

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