Vier weitere Jahre für Abe

TOKIO – Bei den vorgezogenen Neuwahlen in Japan im Dezember auf Initiative des japanischen Premierministers Shinzo Abe gewannen die Liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Juniorkoalitionspartner, die Komeito-Partei, 326 von den 475 Sitzen im Diet. Damit behielten sie im parlamentarischen Unterhaus ihre verfassungsgebende Mehrheit. Dies war eine außergewöhnliche Errungenschaft – eine, wie es sie in Japan seit Jahrzehnten nicht gegeben hat.

Die japanischen Oppositionsparteien konnten zur Politik der Regierung Abes keine überzeugende Alternative bieten. Die Demokratische Partei Japans (DPJ), die vor weniger als drei Jahren noch an der Regierung war, konnte nicht einmal genügend Kandidaten finden, um alle zu vergebenden Sitze zu besetzen. Ihr Weg zurück zur politischen Relevanz wird lang und hart sein.

Natürlich sind kleine Parteien angesichts des japanischen Wahlkreissystems mit nur jeweils einem Sitz deutlich benachteiligt. Ein Erdrutschsieg wie der von Abe kann sogar dazu führen, dass einige von ihnen komplett von der politischen Bühne verschwinden.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To continue reading, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you are agreeing to our Terms and Conditions.

Log in

http://prosyn.org/JMETstU/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.