Japans nukleare Moralgeschichte

NEW DELHI: Die Probleme im Kernkraftwerk Fukushima (und anderen Reaktoren) in Nordostjapan haben der weltweit Atomindustrie, einem mächtigen Kartell aus weniger als einem Dutzend bedeutender staatseigener oder staatlich gelenkter Firmen, die bisher lauthals eine Renaissance der Atomkraft das Wort redeten, einen schweren Schlag versetzt.

Dabei sind die Risiken, denen meeresnahe Reaktoren wie der von Fukushima ausgesetzt sind, bekannt. Offensichtlich wurden sie vor sechs Jahren, als im Dezember 2004 der Tsunami im Indischen Ozean Indiens zweitgrößte Atomanlage überflutete und das Kraftwerk von Madras außer Betrieb setzte.

Weil Kernkraftwerke enorm viel Wasser benötigen, liegen viele von ihnen an der Küste. Doch die Häufigkeit von Naturkatastrophen wie Stürmen, Hurrikanen und Tsunamis nimmt – bedingt durch den Klimawandel, der zudem einen Anstieg des Meeresspiegels verursacht und die meeresnahen Reaktoren daher noch anfälliger macht – zu.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/Sqyk9fq/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.