Matteo Salvini, Leader of Lega political party speaks to the press after a new day of meetings with Italian President on formation of the new government Antonio Masiello/Getty Images

Werden Italiens Populisten Europa kippen?

LONDON – „Sie versuchen, uns mit der üblichen Erpressung von steigenden Risikoaufschlägen, fallenden Aktienmärkten und europäischen Drohungen zu stoppen“, schrieb Matteo Salvini, Parteichef der italienischen Lega, auf seiner Facebook-Seite. „Diesmal“, so insistierte Salvini, „kommt der Wandel.“

Jetzt hat er gemeinsam mit dem Chef der populistischen 5-Sterne-Bewegung (M5S), Luigi Di Maio, eine neue Regierung gebildet. Und wie Salvinis Äußerung nahelegt, könnte die Koalition zwischen M5S und Lega eine neue euroskeptische Bewegung repräsentieren, die imstande ist, an den Finanzmärkten, der Europäischen Union und den deutschen Haushaltsfalken Rache zu nehmen.

Tatsächlich hat Salvini bereits „Runde 2“ im größeren Kampf zwischen dem italienischen Populismus und dem europäischen Establishment ausgerufen. Runde 1 endete im November 2011, als Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy die Sorgen der Finanzmärkte nutzten, um den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi aus dem Amt zu drängen. Und seitdem ist der populistische Euroskeptizismus im Aufstieg begriffen, insbesondere in Italien, was auf dessen Frontlage in der Migranten- und Flüchtlingskrise zurückzuführen ist.

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