Muslim women in hijab Asim Bharwani/Flickr

Islam, Glaube und Klimawandel

AMMAN – Die im Augst von islamischen Gelehrten aus aller Welt gebilligte Islamische Erklärung zum Klimawandel ruft zum Ausstieg aus Klimagasemissionen und zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien auf. Angesichts von 1,6 Milliarden Muslimen weltweit geht von dieser gemeinschaftlichen Erklärung ein kraftvolles Signal für das Ende dieses Monats stattfindende UN-Gipfeltreffen zur nachhaltigen Entwicklung und die UN-Konferenz zum Klimawandel in Paris im Dezember aus.

Die im Rahmen eines zweitägigen Symposiums zum Islam und zum Klimawandel in Istanbul veröffentlichte Erklärung erläutert, warum Muslime in verantwortlicher Weise für das Wohl unseres Planeten eintreten sollten, und stellt gegenüber den politischen Führungen unserer Welt und auch der Wirtschaft eine Reihe von Forderungen auf.

Zunächst einmal fordert die Erklärung die für die Abfassung des in Paris zu verabschiedenden umfassenden Klimaabkommens verantwortlichen Politiker auf, zu einem „gerechten und verbindlichen Abschluss“ zu kommen. Das Übereinkommen solle klare Ziele aufstellen und Wege zu ihrer Überwachung festlegen. Darüber hinaus sollten die wohlhabenden Länder und die Öl produzierenden Staaten ihre Kohlendioxidemissionen spätestens bis Mitte des Jahrhunderts beenden, sich von „unethischen Profiten zulasten der Umwelt“ abwenden und in eine grüne Wirtschaft investieren.

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