Ist „Gendoping“ verwerflich?

In den letzten Jahren sorgen sich das Internationale Olympische Komitee und andere Sportorganisationen um einen möglichen Missbrauch der Gentransfertechnologie. Doch die Sportwelt scheint fest dazu entschlossen, diese Technologie für die Jagd auf Goldmedaillen und Meistertitel zu nutzen, und Gentests sind vielleicht die Mode der Zukunft.

Zwei Mannschaften der Australian Football League haben angedeutet, dass sie zurzeit Tests prüfen, die die wahrscheinliche Größe, Ausdauer, Geschwindigkeit und Stärke eines Sportlers voraussagen würden. Für einige stellt „Gendoping“ derzeit tatsächlich den Heiligen Gral der Leistungsoptimierung dar, für andere bedeutet es das Ende des Sports, wie wir ihn kennen.

Die Aussicht auf eine Zukunft mit genetisch veränderten Sportlern lässt in der ganzen Sportwelt die Alarmglocken schrillen, gleichzeitig werden solche Athleten als unmenschlich oder als eine Art Mutante hingestellt. Dabei wird falsch dargelegt, wie sowohl der therapeutische als auch der nichttherapeutische Gentransfer die Menschen verändern würde, sollte er jemals erlaubt werden. Doch ist die Befürchtung sehr real, dass skrupellose Wissenschaftler Sportler ausnutzen oder dass Sportler versuchen, an Gentransferexperimenten teilzunehmen, um einen nicht nachweisbaren Leistungsvorteil zu erhalten.

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