benami159_Pool  Press Office of Iranian Supreme LeaderAnadolu AgencyGetty Images_soleimaniirangeneral Pool/Press Office of Iranian Supreme Leader/Anadolu Agency/Getty Images

Was ändert sich durch Soleimanis Tod?

TEL AVIV – In der Zeit, in der wir leben, werden Kriege nicht mehr offiziell erklärt. In dem langjährigen, an vielen Fronten stattfindenden Krieg der USA und ihrer Verbündeten gegen den Iran und seine vielen Stellvertreter ist der US-Drohnenanschlag, der Qassem Soleimani, den charismatischen Kommandeur der iranischen Al-Quds-Brigaden, getötet hat, nur eins von vielen wichtigen Ereignissen.

Im Laufe dieses unerklärten Kriegs haben die Gegner Taktiken angewendet, die von gezielten Tötungen und Cyber-Angriffen bis hin zu wirtschaftlichen Sanktionen und der Zerstörung von Infrastruktur reichen. So wurde im Februar 2008 bei einer gemeinsamen israelisch-amerikanischen Operation Imad Mughniyeh getötet, der Stabschef und Rangzweite der Hisbollah, des gefürchteten iranischen Arms im Libanon. (Soleimani stand bei diesem Anschlag sogar neben Mughniyeh.) Und später ermordete Israel angeblich vier iranische Nuklearwissenschaftler und griff danach (wahrscheinlich zusammen mit den USA) die iranischen Atomanlagen mit einem bösartigen Computervirus an.

Der Iran wiederum hat es seit langem auf jüdische Gemeinden im Ausland abgesehen: 1994 bombardierte ein vom ihm unterstütztes Kommando ein jüdisches Gemeindezentrum in Buenos Aires, wobei 85 Menschen starben und Hunderte verletzt wurden. Und Soleimani selbst soll 2012 den Selbstmordanschlag auf einen Reisebus mit israelischen Touristen im bulgarischen Burgas organisiert haben.

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