Der neue Kandidat im Iran

WASHINGTON, DC – Der Präsidentschaftswahlkampf im Iran ist gerade interessanter geworden, denn der ehemalige Premierminister Mir Hussein Mussawi steigt in den Ring, während der ehemalige Präsident Mohammad Chatami das Handtuch wirft. Diese Entwicklung stellt die bislang größte Herausforderung für den derzeitigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad dar – und eine potenzielle Gelegenheit, die Beziehung zwischen dem Iran und dem Westen zu verändern.

Von Mussawi, der findet, dass der Iran „schlecht in Form“ sei, nehmen viele Mitglieder der iranischen Elite an, er besäße die revolutionären und ideologischen Voraussetzungen, um gegen islamistische Fundamentalisten wie Ahmadinedschad anzutreten. Gleichzeitig wird er mit iranischen Reformern in Verbindung gebracht, die glauben, der Iran müsse große innen- wie außenpolitische Änderungen vornehmen, um seiner Wirtschaftskrise und der internationalen Isolation zu entkommen.

Eine Präsidentschaft Mussawis könnte zu einer Außenpolitik führen, die eine Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union in mehreren Fragen einschließt, darunter auch das iranische Atomprogramm. Jedoch wird Mussawi in den Monaten bis zur Wahl am 12. Juni viele Hindernisse überwinden müssen, und dies wird ihm nur gelingen, wenn der Oberste Rechtsgelehrte Ajatollah Ali Chamenei es zulässt.

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