gomera3_YASUYOSHICHIBAAFPGettyImages_impalasbyrailroadbridge Yasuyoshi Chiba/AFP/Getty Images

Was läuft mit den Umweltverträglichkeitsprüfungen falsch?

CAMBRIDGE – Walhi, die größte Umweltorganisation Indonesiens, ist kürzlich gegen die Regierung vor Gericht gezogen, weil diese einer chinesischen Firma eine Baugenehmigung erteilt hatte, deren Grundlage eine mutmaßlich „höchst mangelhafte” Umweltverträglichkeitsprüfung gewesen sein soll. Tatsächlich, so behauptet Wahli, wird das 1,5 Milliarden Dollar schwere Staudammprojekt Batang Toru schwerwiegende ökologische Folgen haben und wahrscheinlich auch die Ausrottung des seltensten Menschenaffen der Welt, des Tapanuli-Orang-Utan, nach sich ziehen.

Batang Toru ist nur eines von vielen geplanten Infrastrukturprojekten weltweit, die trotz schwerwiegender Umweltrisiken offiziell als umweltverträglich eingestuft werden. So ist beispielweise der Bau einer Eisenbahnstrecke durch den berühmten kenianischen Nairobi-Nationalpark trotz der öffentlichen Empörung aufgrund einer „unvollständigen und inkompetent” durchgeführten Umweltverträglichkeitsprüfung nahezu abgeschlossen. 

In ähnlicher Weise genehmigte die Regierung in Guinea die Pläne eines anderen chinesischen Unternehmens für den Bau eines Staudamms im Schimpansen-Schutzgebiet des Moyen-Bafing-Nationalparks. Nach Ansicht von Experten wird die Zahl der durch das Projekt bedrohten Schimpansen in der durchgeführten Umweltverträglichkeitsprüfung erheblich unterschätzt.

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