Unbequeme Wahrheiten für Al Gore

Lichtspielhäuser überall werden in Kürze den Film des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore über die Klimaerwärmung zeigen. „An Inconvenient Truth“ wird sowohl in Amerika als auch in Europa von der Kritik hoch gelobt und wird mit größter Wahrscheinlichkeit weltweit ein großes Publikum ansprechen. Doch während der Film voller Emotionen und provozierender Bildern steckt, kommen rationale Argumente darin zu kurz.

„An Inconvenient Truth“ stellt drei Behauptungen auf. Erstens: Die globale Erwärmung ist eine Tatsache. Zweitens: Sie wird katastrophale Folgen haben. Drittens: Sie zu bekämpfen, sollte unsere oberste Priorität sein. So lästig es den Produzenten des Films jedoch sein mag: Nur die erste Aussage entspricht den Tatsachen.

Auch wenn es schön ist, zu sehen, wie sich Gore in einem Land, in dem die meisten einflussreichen Menschen die Existenz der globalen Erwärmung noch immer leugnen, dem Trend entgegenstemmt, führen viele seiner apokalyptischen Vorhersagen in die Irre. Sein größter Irrtum freilich besteht darin, dass er suggeriert, die Menschheit habe eine moralische Verpflichtung, in Bezug auf den Klimawandel aktiv zu werden, weil uns bewusst wird, dass es ein Problem gibt. Dies erscheint naiv, wenn nicht gar unehrlich.

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